13.11.2013 | TTI Deutschland auf Expansionskurs

Während TTI in Österreich schon lange als bestens etablierter Player in der Zeitarbeitsbranche bekannt ist, schlägt das deutsche Tochterunternehmen jetzt einen rasanten Expansionskurs ein. Pionierarbeit leistet dabei ein Team von 16 Mitarbeitern rund um den TTI-Deutschland-Leiter Alexander Hüttner.

Wirtschaftskrise? Keine Spur!

Auf ihrem Weg zum Wachstum kommt der TTI die aktuelle Lage in Deutschland sehr gelegen: Von einer Wirtschaftskrise ist derzeit in der Branche der Arbeitskräfteüberlasser in Deutschland nichts zu spüren. Das Thema Fachkräftemangel beschäftigt auch hier die Betriebe.

Neue Niederlassungen

Allein im heurigen Jahr kamen zu den bereits bestehenden Niederlassungen Pritzwalk, Rostock, Arnstadt drei weitere Standorte in Leipzig, Coburg und Gera hinzu. Dabei kommt der Niederlassung Gera eine besondere Rolle zu: Hier werden Fachkräfte aus den CEE-Staaten (Central and Eastern Europe) rekrutiert. Ein Netzwerk aus etwa 200 Personalvermittlern in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei speist die TTI-Datenbank mit interessanten Bewerberprofilen. Den Recruitingmitarbeitern in Gera obliegt es dann, Elektriker, Schlosser und andere Fachkräfte aus dem CEE-Raum zu
koordinieren. Auf dieses Service greift auch TTI in Österreich zurück.

Weiter auf Wachstumskurs

Von den "neuen" Bundesländern aus will die TTI Deutschland in Zukunft auch in den
Westen expandieren. Erst werden neu entstandene Wirtschaftszentren im Nordosten
Deutschlands mit TTI-Standorten komplettiert werden. Bisher funktioniert diese Strategie
sehr gut, wie das Beispiel der neu hinzugekommenen Niederlassungen im Raum Leipzig und Coburg zeigt. Im kommenden Jahr sind weitere drei Standorte in Planung.
Langfristig soll die TTI deutschlandweit vertreten sein. "Etwa 30 bis 40 Niederlassungen
sind dafür schon nötig", kalkuliert Hüttner.

Regional vertreten

Die TTI ist in Deutschland nicht unter den Branchenriesen vertreten. Die Strategie ist auch eine andere: Ballungszentren, in denen die Mitbewerberdichte enorm hoch
ist, sind kein Ziel für neue Standorte, sondern regionale Wirtschaftszentren, in denen es zählt, Menschen aus der Umgebung zu beschäftigen. TTI sieht sich in Deutschland als persönlicher Ansprechpartner für Kleinund Mittelbetriebe, dessen Wachstum auf
natürlicher und nicht auf Basis von Zukäufen erfolgt. Was zählt, sind die handelnden
Personen.

Profis am Werk

Und so vergeht kaum ein Tag ohne Neukundenkontakt. In Folge sorgen die engagierten
TTI-Mitarbeiter für Kundenservice der besonderen Art: 24 Stunden, 7 Tage die Woche erreichbar, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, bei der TTI Deutschland wird flexibel auf Unvorhergesehenes reagiert. Kunden können sich darauf verlassen, zuverlässig und frühzeitig die richtigen Mitarbeiter zu bekommen. Und auch für die externen Mitarbeiter ist auf TTI Verlass. Dass deren Bezahlung nicht nur korrekt sondern auch überaus pünktlich erfolgt, ist für TTI eine Selbstverständlichkeit. Soziale Verantwortung ist nicht nur eine leere Floskel, sondern Philosophie, so TTI-Deutschlandleiter Alexander Hüttner: "Einer unserer neuen Mitarbeiter hatte kein Fahrzeug zur Verfügung und hätte somit nicht zum Beschäftigerbetrieb gelangen können. Kurzerhand haben wir ihm ein gebrauchtes Fahrrad organisiert."

Effizienz ist gefragt

Für Alexander Hüttner ist klar: "Um das angestrebte Wachstum auch zu stemmen,
ist Schnelligkeit und Effizienz gefragt." Bereits 60 Prozent der Prozesse konnten bei TTI in Deutschland automatisiert werden. Sämtliche Abwicklungen wurden kritisch durchleuchtet und optimiert, 80 Prozent der Arbeitsschritte können in der EDV abgebildet werden. Mit der Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems im Jänner 2013 und den rein elektronischen Personalakten kann nun noch schneller und effizienter gearbeitet werden. "Wir befinden uns am richtigen Weg ins papierlose Büro", so Hüttner.

Österreich ist anders. Deutschland auch.

Eine Herausforderung am deutschen Markt kommt jedoch aus einer ganz anderen Ecke.
Zwar gibt es kaum Unterschiede in der Erbringung der Dienstleistung der Arbeitnehmerüberlassung an sich: "Die Gesetzgebung ist eine andere und bei Behörden trifft man in Deutschland auf noch mehr Bürokratie", resümiert Hüttner. Wichtig ist nicht zuletzt das Zwischenmenschliche: In der Zusammenarbeit mit seinem Team trifft der TTI-Deutschland-Leiter immer wieder auf sehr loyale und umsetzungsstarke Persönlichkeiten. "Wenn man den Menschen zeigt und sie überzeugt, wie etwas funktionieren kann, sie den Sinn erkennen, dann hat man sehr schnell ein hochmotiviertes Team geformt", ist Hüttner stolz auf die Mannschaft bei TTI Deutschland.

 

Alexander Hüttner, Leiter TTI Deutschland, im Interview

 

"Ich bin jemand, der nicht Teil eines Projektes ist - ich bin das Projekt", so Alexander Hüttner, Leiter der TTI Personaldienstleistung GmbH Deutschland. Der 45-jährige Mühlviertler übernahm im März 2012 die Leitung der deutschen TTI-Tochter. Den Branchenkenner, der bereits 18 Jahre Erfahrung in der Zeitarbeit mitbringt, reizte vor allem die Aussicht auf Pionierarbeit und das Unternehmen in Deutschland auf Expansionskurs zu bringen.

INFORM: Worin sehen Sie Ihre Tätigkeitsschwerpunkte?

Die Leitung der TTI Personaldienstleistung GmbH in Deutschland sehe ich als eigenständiges Projekt, bei dem es in erster Linie um Pionierarbeit geht. Mir ist dabei wichtig, das Team zu motivieren und die Organisation zu verbessern. Mit dem Schwung, der damit entsteht, will ich mit der TTI Deutschland den Expansionskurs fortsetzen. Die vordringlichste Aufgabe ist es für mich, die Mitarbeiter zum gemeinsamen Erfolg zu führen - das ist das Thema, dem man sich immer sofort widmen muss.

INFORM: Wie gehen Sie an Ihre Aufgaben heran?

Der Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern ist für mich ein essenzieller Bestandteil, ich brauche die Arbeit mit Menschen. Eigenständiges Arbeiten und Herausforderung hat für mich einen hohen Stellenwert. Ich bin jemand, der nicht Teil eines Projektes ist - ich bin das Projekt.

INFORM: Folgen Sie einem bestimmten Lebensmotto?

Durchaus, und zwar "Zeigen statt reden" - das war immer schon meine Devise.

INFORM: Wie managen Sie Ihren aufreibenden Alltag mit permanenten Reisen zwischen Deutschland und Österreich?

Natürlich, das dauernde Pendeln muss man mögen. Ich fahre über 2.000 Kilometer pro Woche, die größte Distanz zwischen meiner Heimat und den deutschen Standorten beträgt 1.000 Kilometer. Es kommt hier sehr darauf an, die Reisen effizient zu planen. Ich bin es gewohnt, mein Büro mehr oder weniger im Koffer mitzuführen. Ich habe auch in Deutschland kein fixes Büro.

INFORM: Wie schaffen Sie es am besten in der Freizeit abzuschalten?

Die Wochenenden verbringe ich im Mühlviertel, in unserem Haus im Grünen, gemeinsam mit meiner Frau und unseren beiden Söhnen (17 und 20). Wenn man so häufig pendelt, genießt man eben das Wochenende noch viel mehr. Gemeinsam mit der Familie beim Essen sitzen und die Woche Revue passieren lassen. Zur Entspannung gehe ich auch gerne Wandern und Nordic Walken.